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Bemalter Holzzaun mit Gesichtern sinuswelle - Fotolia.com

Herkunftsfamilie

Pflegekinder sind Kinder mit zwei Familien. Die Herkunftseltern sind wichtig für ein Pflegekind – es sind seine ersten Eltern.

Pflegeeltern stehen vor der Herausforderung, mit ihrem Pflegekind wie mit einem eigenen Kind zu leben und gleichzeitig den Kontakt zur Herkunftsfamilie zuzulassen. Es kann schwierig sein, diese Kontakte zu pflegen, weil sie Unruhe und Spannungen in den Alltag bringen. Oft lassen diese Kontakte beim Kind den Trennungsschmerz wiederaufleben. Auch wird ihm immer wieder vor Augen geführt, dass es kein "normales" Familienleben hat.

Leibliche Eltern müssen mit ihrer Enttäuschung zurechtkommen, dass ihr Kind nicht mehr bei ihnen lebt. Sie müssen zulassen lernen, dass ihr Kind eine gute Beziehung zu einer zweiten Familie aufbauen darf.

Recht auf Kontakt

Auch bei einer Langzeitpflege haben die leiblichen Eltern ein Recht auf Kontakt zu ihrem Kind. Wie häufig dieser Kontakt ist und wie er gestaltet wird, richtet sich nach den Bedürfnissen des Pflegekindes – je nach Alter, Entwicklungsstand und Bindung zur Herkunftsfamilie.

Häufigkeit und Gestaltung der Kontakte werden im gemeinsamen Gespräch zwischen Pflegefamilie, Herkunftsfamilie und Kinder- und Jugendhilfe vereinbart. Auch die Wünsche des Kindes werden gehört.

Bei schwierigen Umständen kann die Kinder- und Jugendhilfe begleitete Kontakte in die Wege leiten. Wenn Kinder in ihrer Familie schwere seelische, körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben, kann das Gericht auch ein Kontaktverbot aussprechen.

Kontakte bringen für beide Seiten Vorteile:

  • Das Pflegekind bekommt ein realistisches Bild von seiner Mutter/seinem Vater und hängt keinen Idealvorstellungen nach. Diese realistische Einschätzung hilft auch bei der Bewältigung der Frage, warum es nicht in seiner Herkunftsfamilie leben kann.
  • Das Pflegekind bekommt Klarheit über seine Wurzeln, die wichtig sind für seine Selbstfindung.
  • Dem Pflegekind wird vermittelt, dass es für seine Eltern noch wertvoll ist, dass es nicht vergessen wurde.
  • Neue Bindungen können besser aufgebaut werden, wenn alte nicht komplett verschwinden.